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Boden als Klimaschützer. Wie soll das gehen?

Die grüne Pflanze nimmt durch Photosynthese CO2 auf und wandelt dieses in Sauerstoff und Kohlenstoffverbindungen um. Dabei wird der Sauerstoff an die Atmosphäre abgegeben und der Kohlenstoff bleibt in der Pflanze gebunden. Ein Großteil der Kohlenstoffverbindungen werden durch sogenannte Wurzelexsudate an den Boden abgegeben. Diese Exsudate dienen als Nahrung der Bodenbiologie. Im Gegenzug erhält die Pflanze die erforderlichen Nährstoffe in Symbiose mit der Bodenbiologie zurück geliefert. So entsteht natürliche Bodenfruchtbarkeit.

Dies ist die Grundlage dafür, dass auf natürlichem Weg die Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre als Kohlenstoffverbindungen fest im Boden gespeichert wird. Dafür ist nur eine grüne lebende Pflanze in der Lage. Dies Prinzip wird auch unter dem Begriff „liquid carbon pathway“ beschrieben. Nur so konnte Leben letztendlich entstehen.

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Weitere Vorteile des Humusaufbaus

  • Sauberes Trinkwasser durch weniger Stickstoffverlust im landwirtschaftlichen Kreislauf.
  • Natürlich fruchtbarere Böden und damit geringerer Einsatz von chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Dadurch ressourcenschonendere Landbewirtschaftung.
  • Klimaangepasste Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen durch Humusaufbau und durch Kohlenstoffanreicherung in unseren Böden.
  • Wiederherstellen von Habitaten für Einzeller, Mehrzeller, Pilze, Insekten, Vögeln und Säugern und somit aktiver Artenschutz. Dies Flächendeckend und nicht nur durch Insellösungen.
  • Sicherung einer gesunden und ausgewogenen Lebensmittelproduktion.

Boden schwindet

Alleine in den vergangenen 25 Jahren ist etwa ein Viertel der Landoberfläche der Erde degradiert. Pro Jahr verlieren die Menschheit und das Ökosystem über 10 Millionen ha an fruchtbarem Boden. 77 ha verliert alleine Deutschland jeden Tag durch Versiegelung, Erosion oder Verschmutzung. In Zahlen ausgedrückt entspricht dies 24 Milliarden Tonnen an fruchtbarem Boden, in Geld ausgedrückt rund 40 Milliarden Euro pro Jahr.

Boden ist wertvoll

Für die Nahrungsmittelproduktion, für die Qualität des Wassers, für die Erzeugung von Energie und für das Klima. 90 % unserer Nahrungsmittelproduktion hängen unmittelbar vom Boden ab. Die Qualität und der Humusgehalt des Bodens bestimmen über die Erträge und vor allem die Nachhaltigkeit der Erträge.

Boden ist begrenzt

Boden bezeichnet die oberste nur wenige Zentimeter bis Meter dicke Erdschicht. Sie braucht sehr lange, um sich zu entwickeln. Die Böden entstanden in vielen tausenden Jahren. Von der Fruchtbarkeit der Böden hängt es ab ob Pflanzen wachsen können.

Weitergehende Informationen zum Thema: https://de.wikipedia.org/wiki/Bodenerosion

Klimaschutz durch Humusaufbau

Die grüne Pflanze ist als einziges Lebewesen befähigt, CO2 aufzunehmen und in Zucker bzw. in der Folge in organische Masse (Blätter, Früchte, Holz, Wurzeln) umzuwandeln. Auch der Mensch, mit all seinem Wissen und der gesamten zur Verfügung stehenden Technik, ist dazu nicht in der Lage!

Hier erfahren Sie mehr!

Warum ist Humusaufbau so wichtig

Durch größere Ton-Humuskomplexe können Nährstoffe besser und in größeren Mengen an diese gebunden werden. Höhere Biodiversität im Bodenleben bedeutet mehr stickstoffbindende Bakterien. Nährstoffe werden in Bakterieneiweis umgewandelt und werden somit nicht mehr ausgewaschen.

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