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Soil Balancing nach Albrecht

Zusammen mit Agrolab und Lukas Kohl von BodenBalance hat CarboCert ein gemeinschafliches Produkt an den Markt gebracht: Eine Bodenprobe, welche es erlaubt nach den Standards von William A. Albrecht  die im Boden vorliegende Nährstoffe in ihren Verhältnissen zueinander zu analysieren und diese gegebenenfalls durch Düngung zu modifizieren.

Dadurch wird ein Gleichgewicht der Nährstoffe erreicht und somit eine bessere Verfügbarkeit derer. Die Effizienz der Düngung und die Nährstoffaufnahme der Kulturen, sowie der Versorgungsstand des Bodenlebens, werden in ein Optimum gerückt.

Was die Soil Balancing Bodenanalyse für Sie mitbringt:

Bodenanalyse Duengungsempfehlung

Analyseumfang

  • Aktuelle Austauschkapazität (KAKakt)
  • Potenzielle Austauschkapazität (KAKpot)
  • Basensättigung KAKak (Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium, H+)
  • Basensättigung KAKpot (Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium, H+)
  • Potenzielle Säure am Austauscher (Aluminium, Eisen, Mangan)
  • Organische Substanz (Humus) und C/N-Verhältnis
  • Potenziell verfügbare Mengen- und Spurenelemente (Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium, Phosphor, Schwefel, Bor, Natrium, Kupfer, Mangan, Eisen, Aluminium und Zink)
  • Gesamt-Stickstoff, Ammonium-Stickstoff; Nitrat-Stickstoff
  • pH-Wert (H2O) und pH-Wert (CaCI)
  • Bodenart
  • Lufa-Standardanalyse (Phosphor, Kalium, Magnesium)

Die gesamten Analyseergebnisse werden Ihnen in einem übersichtlichen, leicht verständlichen Analyseblatt zur Verfügung gestellt. Dieses enthält entsprechende Grafiken, welche auf einen Blick aufzeigen, wie die Versorgung und die Verhältnisse im Boden sind. 

Mit nur einer Bodenprobenentnahme eröffnet sich mit dieser Methode drei Analysemöglichkeiten:

Bodenanalyse, Interpretation & Kationenaustauschkapazität.
Hochwertig. GPS/RTR-Genau. Wiederholbar!

Bodenanalyse Kationenaustauschkapazitaet Albrecht

1 x Bodenprobeentnahme = 3 Analysemöglichkeiten

  1. Bodenanalyse auf Grundnährstoffe (gemäß VDLUFA)
  2. Analyse auf Corg & C/N-Verhältnis (Humus)
  3. KAK – erweiterte Albrechtanalyse (Soil Balancing Standard (SBS) = Analyse Basensättigung % vom aktuellen und potentiellen Austauscher, KAKpot (BaCl), KAKakt (Mehlich III / bei pH>7 Ammoniumacetat), pH (H2O), pH CaCl, potentielle Säure, Humusgehalt, Gesamt-Stickstoff (N), C/N-Verhältnis, Nitrat (NO3), Ammonium (NH4), N-Nachlieferung; BaCl extrahierbares Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium, Eisen, Magan und Aluminium; Mehlich III extrahierbares Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium, Schwefel, Phosphor, Bor, Eisen, Mangan, Kupfer, Zink, Aluminium)

 

Bestandteile unserer Bodenanalyse nach der erweiterten Albrecht-Methode:

  • Boden-Basiseigenschaften - Nährstoffgehalte
  • Basensättigung am Austauscher - Nährstoffverhältnisse

 

Der Nutzen der Soil Balancing Analyse für Sie:

  • Analytik aus „einer Hand“
  • Nur eine Probenahme notwendig
  • Bisherige Standards werden beibehalten
  • Es werden nicht nur bestimmte Verhältnisse zwischen Calcium, Magnesium und Kalium
angestrebt
    sondern auch zwischen allen weiteren essenziellen Makronährstoffen und Spurenelementen

 

Die Vorteile der Soil Balancing Analyse für Sie und Ihren Boden:

  • Ermittlung der KAK effektiv  und KAKpotentiell
  • Umfassende und übersichtliche Interpretation und Darstellung der Ergebnisse
  • Individuelle und detaillierte Düngeempfehlung
  • Inkl. Tlefonischer Beratung bei Bedarf
  • Optimale Pflanzenernährung
  • Ressourcenschonung durch ausgewogene Düngung

 

Ablauf der Bodenprobeentnahme

Die georeferenzierte Bodenprobeentnahme erfolgt GPS genau durch ein zertifiziertes Probeentnahme-Unternehmen. Mit diesem Verfahren wird gewährleistet, dass bei den Folgeuntersuchungen immer dieselbe Probestelle angefahren wird. Somit werden Abweichungen durch eine veränderte Zusammensetzung des Bodens ausgeschlossen.

Vorgehensweise Bodenprobenentnahme:

  • Unterteilung der Proben auf Größen von ca. 1-5,9 ha
  • Entnahme von 25 Einstichen pro Probe auf 25 cm Tiefe (Bearbeitungstiefe)
  • Erfassen der Einstichpunkte mittels GPS-Erfassungsgerät

 

In der folgenden Darstellung sehen Sie den Ablauf anschaulich in 10 Schritten:

CarboCert Humusaufbauprogramm Ablauf

 

Analyse der Bodenprobe

Nach der Bodenprobenentnahme werden die Proben verpackt und in ein Labor verschickt. Die Analyse auf den Humusgehalt wird durch ein akkreditiertes Labor durchgeführt. Optional wird auch die Analyse nach der Kinsey-/Albrechtmethode mitangeboten. Bei dieser Analyse werden die Nährstoffe in der Verhältnismässigkeit zueinander dargestellt. Nährstoffe müssen im Gleichgewicht vorliegen, damit das Fundament für erfolgreichen Humusaufbau geschaffen ist.

 

Aufnahme der Analyseergebnisse in die Humusdatenbank

Die Analyseergebnisse dienen als Grundlage für den CO2-Zertifikatehandel. Dazu werden die Ergebnisse in einer Datenbank erfasst. Diese Datenbank dient als Grundlage für die Dokumentation und Auswertung der Humusdaten.

 

Berechnung des Kohlenstoffgehalts im Humus

Der gesamte organische Kohlenstoffanteil oder die englische Abkürzung dafür TOC (Total Organic Carbon) wird bei der Bodenuntersuchung nach DIN EN 15936 ermittelt. Der auf dem Untersuchungsbericht ausgewiesene Gehalt an organischer Substanz wird dabei durch den Faktor 1,721 geteilt. Das Ergebnis ist der Kohlenstoffgehalt im Boden.

  • Beispiel: Humusgehalt 2,0 % : 1,721 = 1,16 % Kohlenstoffgehalt.

Berechnung Kohlenstoffgehalt in Tonnen pro Schlag

Fläche in m² x Entnahmetiefe = m³ Boden m³ Boden x spezifisches Gewicht = Tonnen Trockenmasse Tonnen Trockenmassen x Kohlenstoffgehalt = Tonnen Kohlenstoff pro Schlag.

Beispiel für einen Hektar Ackerbau:

  • 10.000 m² x 0,25 Meter = 2.500 m³ Boden.
  • 2500 m³ Boden x 1,25 = 3.125 Tonnen Trockenmasse an Boden.
  • 3.125 Tonnen x 2 % Humusgehalt = 62,5 Tonnen Humus
  • 62,5 Tonnen Organik : 1,721 (Faktor für Kohlenstoffgehalt) ≈ 36 Tonnen Kohlenstoff.

Berechnung CO2 -Gehalt in Tonnen pro Schlag

Die Umrechnung von „C“ zu „CO2„ erfolgt mit dem Faktor 3,67. Dieser Wert resultiert aus den jeweiligen Atommassen (Einheit: g/mol): C=12, O=16 à CO2=44. Eine Tonne Kohlenstoff entspricht somit 44/12 = 3,67 Tonnen CO2.

  • Beispiel: 36 Tonnen Kohlenstoff x 3,67 ≈ 132 Tonnen gebundenes CO2

Die Honorarauszahlung basiert auf der Differenz der so berechneten CO2-Gehalten der Erst und der Folgeuntersuchung. Pro Jahr ist eine Steigerung von 0,1-0,2 % Humus realistisch. Dies bei konsequenter Umsetzung regenerativer Bewirtschaftungsmaßnahmen.